Vereinsgeschichte des Schützenvereins Stormbruch 1883 e. V.


 

Der Schützenverein 1883 Stormbruch e.V. wurde am 24. Juni 1883 von 28 anwesenden Mitgliedern im Gasthaus Lahme (Siebes) gegründet.
In diesem Verein sollten möglichst alle erwachsenen, männlichen Einwohner beitreten. Es sollte das Schießen und die damit verbundene Geselligkeit gepflegt werden und der Dorfgemeinschaft dienen.
Er wurde nicht gegründet, um für Ordnung und Sicherheit im eigenen Lande zu sorgen oder vor Überfällen durch Raubritter zu schützen, wie es bei den Schützenvereinen war, die schon in der 2 Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet worden sind.
Eine wichtige Rolle spielten die Schützenfeste, die in regelmäßigen Abständen gefeiert wurden, die nach dem Vorbild von anderen Städten und Gemeinden dann jeweils einen Schützenkönig ausgeschossen haben.
Das erste Schützenfest wurde am 22. und 23. Juli 1883 gefeiert. Dieses wurde auf der 2. Versammlung am 14. Juli beschlossen. Hier wurde auch der erste Ehrenkönig (Landwirt Chr. Friedrich Brocke) einstimmig zum Ehrenkönig gewählt. Seine eigene Frau war zum Zeitpunkt des Festes leider erkrankt, und so erwählte er sich zur Königin Luise Brüne, die Ehefrau von Chr. Frdr. Brüne.
Der erste ausgeschossene König wurde dann Anton Hillebrand aus Kotthausen. Er wählte sich zur Königin seine Tochter Luise Fischer, die die Ehefrau von Chr. Frdr. Fischer war.
Seit der Gründung 1883 feierten die Stormbrucher bisher 28 Schützenfeste. Es wurde von jedem ehemaligen König ein Kleinod für die Königskette gestiftet. Die Königskette nahm solche Ausmaße an, sodass man sich im Laufe der Vereinsgeschichte entschloß, die Kette zu trennen. (Der König trägt nur noch die Kleinodien von dem 1. Ehrenkönig und den noch lebenden Königen oder Königinnen, die älteren Kleinodien werden auf Samtkissen in Festzügen bei Schützenfesten von 2 Pagen dem Königspaar vorangetragen). Der Verein verfügt zur Zeit über 3 Vereinsfahnen: die erste stammt aus dem Gründungsjahr 1883, und auf ihr ist das Motto des Vereins gedruckt “Einigkeit, Gemeinsinn und Heimliebe”. Die zweite Fahne stiftete das Jubiläumskönigspaar vom 100 jähr. Jubiläum Hermann und Luise Stuhldreher, und die dritte Fahne begleitet die Burschenkompanie bei den Festzügen. Sie wurde 1989 anläßlich des Schützenfestes eingeweiht und vom Burschenverein und freiwilligen Spendern finanziert.
Da man in den Gründungsjahren noch keine geeignete Halle hatte, mussten die ersten drei Schützenfeste in einem Zelt gefeiert werden. Ab 1894 stellte dann der Gutsbesitzer Weltecke seine Feldscheune auf dem Kramel zur Verfügung (heutiger Besitzer Karl-Heinz Hesse).
Um in der Scheune feiern zu können, musste viel umgebaut werden. Man benötigte Dielen für den Tanzboden sowie Holz für Tische, Bänke und Theke. Die Beschaffung war unter den damaligen Verhältnissen nicht einfach, und das gesamte Holz wurde nach dem Fest meistbietend verkauft. Die erzielten Reingewinne bei den Festen waren an heutigen Erwartungen gemessen sehr bescheiden. Z. B. wurde beim Schützenfest 1897 ein Reingewinn von 27,10 Reichsmark erwirtschaftet.
Am 7. und 8. Juni 1914 wurde das letzte Schützenfest vor dem 1 Weltkrieg gefeiert. Das Nächste folgte dann erst 1921 drei Jahre nach dem 1 Weltkrieg. Erstmalig konnte am 17. und 18. Mai 1925 ein Schützenfest in der vom Männergesangverein errichteten Festhalle auf dem Bruch gefeiert werden. Für die Pacht musste dem Männergesangverein 80% vom Reinerlös bzw. mindestens 100,- Mark entrichtet werden. Später ging die Halle in den Besitz der Dreschgenossenschaft.
Das letzte Fest vor dem 2. Weltkrieg (50 jähriges Jubiläum) wurde am 28. und 29. Mai 1933 gefeiert. Das Dritte Reich ließ keine Aktivitäten des Vereinslebens mehr zu, und am 1. September 1939 brach der zweite Weltkrieg aus. Viele Stormbrucher junge Männer kehrten nicht mehr in die Heimat zurück.
Erst nach der Währungsreform 1948 konnten die Schützenvereine wieder aktiv werden, und man feierte nach 18 Jahren Pause 1951 wieder ein traditionelles Schützen- und Heimatfest.
1951 baute die Raiffeisenkasse Stormbruch einen Anbau als Warenlager an die bestehende Halle der Dreschgenossenschaft. Beide stellten ihre Gebäude dem Verein zur Verfügung, sodass nun genügend Platz für die Feste vorhanden waren. Es mussten nur noch die sanitären Anlagen für jedes Fest neu errichtet und wieder abgebaut werden.
1960 erwarb der Schützenverein den oberen Hallenteil von der Dreschgenossenschaft Stormbruch zum Preis von 1.000,00 DM. Noch vor dem Schützenfest 1961 konnte nun eine feste Toilettenanlage in der Halle installiert werden. 1962 wollte die Raiffeisenkasse ein eigenes Warenlager mit Büroräumen bauen, und durch ein Grundstückstauschgeschäft bekam die Gemeinde Stormbruch den unteren Hallenteil überschrieben. Diese wiederum verkaufte 1966 auch diesen Hallenteil für  DM 1.200,00 DM an den Schützenverein.
Nun war es ein Anliegen des Schützenvereins, diese nach für nach zu renovieren, modernisieren und massiv zu machen. Die Schützenbrüder stellten sich hierfür uneigennützig zur Verfügung.
Im Jahr 1969 wurde ein alter Brauch (nämlich der Schnadezug) wieder zu neuem Leben erweckt. Es wurde beschlossen, in drei Abschnitten die Stormbrucher Gemarkungsgrenzen abzugehen. Der alte Brauch hatte vor Einführung des Katasters im Jahr 1850/1851 noch eine rechtliche Bedeutung. Es galt, die damaligen Hüte- und Gemarkungsgrenzen  abzugehen und sie mit den Nachbargemeinden (Ottlar, Giebringhausen, Heringhausen, Bontkirchen und Rattlar) zu bestätigen, damit es zu keinen Grenzstreitigkeiten kam. Auf den Grenzsteinen werden nach altem Brauch Zeugen und Grenzeigentümer gestutzt. Sie erhalten dann als Erinnerung einen Stutzbrief und meistens eine Schnademünze.
Am 1. Dez. 1971 erwarb der Schützenverein zum symbolischen Gesamtpreis von 1,00 DM das 1.619 qm große Grundstück mit der Auflage, die Schützenhalle allen örtlichen Vereinen und der Gemeinde kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Nach für nach wurde nun die Halle massiv gemacht, Aussenputz aufgebracht und eine Küche mit Sitzgelegenheiten zum Essen eingebaut. Dieses war aber nur möglich, weil die damals noch selbständige Gemeinde Stormbruch einen großen Teil der Materialkosten übernahm.
1981 beschloß die Generalversammlung, einen zusätzlichen Anbau an die Schützenhalle anzubauen, um beim 100 jährig. Jubiläum über eine zeitgemäße und moderne Toilettenanlage zu verfügen. Diese Umbaumaßnahme war nur möglich, weil jeder Schützenbruder freiwillig eine Umlage von 100,00 DM bezahlte.
1994 planten wir wieder eine größere Baumaßnahme. Das Hallendach wurde komplett erneuert. Das Flachdach über den neuen Toiletten bekam ein Spitzdach. Für diese kompl. Baumaßnahme wurden wieder ca. 850 Std. Eigenleistung von den Schützenbrüdern erbracht.
Die wohl wichtigste Entscheidung aber wurde wohl gefaßt, als die Gemeinde Diemelsee die damals leerstehenden Gebäude und das Grundstück der ehemaligen Gaststätte “Diemelpforte” kaufte. Die Gebäude wurden durch Brandversuche abgebrannt und dem Erdboden gleich gemacht. Hier entstand nun ein gemeinsames Projekt DGH-Schützenhalle.
Die Schützenbrüder waren wieder gefragt und fingen im Sommer 1997 mit dem Umbau an der Schützenhalle an: Fundamente wurden neu gegossen, die Wasser- und Elektroinstallationen wurden teilweise erneuert, eine Musikbühne wurde angebaut, der Eingang wurde verlegt, eine Schießbahn wurde in Küche und Essraum eingebaut, eine neue Theke wurde errichtet, der komplette Fußboden und der Tanzboden wurden erneuert.
Ausserdem wurden viele Maler- und Schreinerarbeiten erledigt. Es wurden im ganzen ca. 8000 Std. Eigenleistung erbracht und 132.000,00 DM Material- Kosten aufgewendet. Diese Maßnahme war nur möglich, weil die Stormbrucher Vereine 12.000,00 DM beisteuerten, der Landessportbund eine größere Summe spendete, die Gemeinde Diemelsee 10% der Materialkosten übernahm und der Schützenverein einen Vertrag mit dem Bierverleger Brüne aus Willingen und der Brauerei Westheim abschloß. Weiterhin erhielten wir viele freiwillige Spenden von Schützenbrüdern und Stormbrucher Bürgern. Die Baumaßnahme war zum Schützenfest 1999 abgeschlossen.
Wir verfügen nunmehr über eine moderne Schützenhalle mit Heizung, die auch komplett mit dem DGH genutzt werden kann. Des weiteren wäre noch zu erwähnen, dass wir seit dem 14. Februar 1981 über eine eigene Sportschützenabteilung verfügen, welche Schießbahnen in der Schützenhalle und im Keller des Sportvereins Diemelsee unterhält.
Zum Abschluß möchte ich noch erwähnen, dass wir schon viele Schnadezüge, Schützenbälle, Schützenfeste und Jubiläums-Schützenfeste gefeiert haben. Die herausragenste Veranstaltung war aber wohl das 100 jähr.- Jubiläum im Jahr 1983.
Beim Ablauf der Schützenfeste ist die gesamte Dorfgemeinschaft mit einbezogen: bei den Vorbereitungen, beim Aufstellen der Ehrenpforten und bei der Ausschmückung unseres Dorfes.
Wir leben auch in der Hoffnung, dass dieses auch in Zukunft so bleiben wird.
Freundschaften pflegen wir mit allen Diemelseer Schützenvereinen, dem Schützenverein Willingen, der Schützengilde Korbach und seit 1979 mit der Bürgerkompanie Ratingen.
gez. 1. Vorsitzender Der Schützenverein 1883 Stormbruch e.V. wurde am 24. Juni 1883 von 28 anwesenden Mitgliedern im Gasthaus Lahme (Siebes) gegründet.
In diesem Verein sollten möglichst alle erwachsenen, männlichen Einwohner beitreten. Es sollte das Schießen und die damit verbundene Geselligkeit gepflegt werden und der Dorfgemeinschaft dienen.
Er wurde nicht gegründet, um für Ordnung und Sicherheit im eigenen Lande zu sorgen oder vor Überfällen durch Raubritter zu schützen, wie es bei den Schützenvereinen war, die schon in der 2 Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet worden sind.
Eine wichtige Rolle spielten die Schützenfeste, die in regelmäßigen Abständen gefeiert wurden, die nach dem Vorbild von anderen Städten und Gemeinden dann jeweils einen Schützenkönig ausgeschossen haben.
Das erste Schützenfest wurde am 22. und 23. Juli 1883 gefeiert. Dieses wurde auf der 2. Versammlung am 14. Juli beschlossen. Hier wurde auch der erste Ehrenkönig (Landwirt Chr. Friedrich Brocke) einstimmig zum Ehrenkönig gewählt. Seine eigene Frau war zum Zeitpunkt des Festes leider erkrankt, und so erwählte er sich zur Königin Luise Brüne, die Ehefrau von Chr. Frdr. Brüne.
Der erste ausgeschossene König wurde dann Anton Hillebrand aus Kotthausen. Er wählte sich zur Königin seine Tochter Luise Fischer, die die Ehefrau von Chr. Frdr. Fischer war.
Seit der Gründung 1883 feierten die Stormbrucher bisher 28 Schützenfeste. Es wurde von jedem ehemaligen König ein Kleinod für die Königskette gestiftet. Die Königskette nahm solche Ausmaße an, sodass man sich im Laufe der Vereinsgeschichte entschloß, die Kette zu trennen. (Der König trägt nur noch die Kleinodien von dem 1. Ehrenkönig und den noch lebenden Königen oder Königinnen, die älteren Kleinodien werden auf Samtkissen in Festzügen bei Schützenfesten von 2 Pagen dem Königspaar vorangetragen). Der Verein verfügt zur Zeit über 3 Vereinsfahnen: die erste stammt aus dem Gründungsjahr 1883, und auf ihr ist das Motto des Vereins gedruckt “Einigkeit, Gemeinsinn und Heimliebe”. Die zweite Fahne stiftete das Jubiläumskönigspaar vom 100 jähr. Jubiläum Hermann und Luise Stuhldreher, und die dritte Fahne begleitet die Burschenkompanie bei den Festzügen. Sie wurde 1989 anläßlich des Schützenfestes eingeweiht und vom Burschenverein und freiwilligen Spendern finanziert.
Da man in den Gründungsjahren noch keine geeignete Halle hatte, mussten die ersten drei Schützenfeste in einem Zelt gefeiert werden. Ab 1894 stellte dann der Gutsbesitzer Weltecke seine Feldscheune auf dem Kramel zur Verfügung (heutiger Besitzer Karl-Heinz Hesse).
Um in der Scheune feiern zu können, musste viel umgebaut werden. Man benötigte Dielen für den Tanzboden sowie Holz für Tische, Bänke und Theke. Die Beschaffung war unter den damaligen Verhältnissen nicht einfach, und das gesamte Holz wurde nach dem Fest meistbietend verkauft. Die erzielten Reingewinne bei den Festen waren an heutigen Erwartungen gemessen sehr bescheiden. Z. B. wurde beim Schützenfest 1897 ein Reingewinn von 27,10 Reichsmark erwirtschaftet.
Am 7. und 8. Juni 1914 wurde das letzte Schützenfest vor dem 1 Weltkrieg gefeiert. Das Nächste folgte dann erst 1921 drei Jahre nach dem 1 Weltkrieg. Erstmalig konnte am 17. und 18. Mai 1925 ein Schützenfest in der vom Männergesangverein errichteten Festhalle auf dem Bruch gefeiert werden. Für die Pacht musste dem Männergesangverein 80% vom Reinerlös bzw. mindestens 100,- Mark entrichtet werden. Später ging die Halle in den Besitz der Dreschgenossenschaft.
Das letzte Fest vor dem 2. Weltkrieg (50 jähriges Jubiläum) wurde am 28. und 29. Mai 1933 gefeiert. Das Dritte Reich ließ keine Aktivitäten des Vereinslebens mehr zu, und am 1. September 1939 brach der zweite Weltkrieg aus. Viele Stormbrucher junge Männer kehrten nicht mehr in die Heimat zurück.
Erst nach der Währungsreform 1948 konnten die Schützenvereine wieder aktiv werden, und man feierte nach 18 Jahren Pause 1951 wieder ein traditionelles Schützen- und Heimatfest.
1951 baute die Raiffeisenkasse Stormbruch einen Anbau als Warenlager an die bestehende Halle der Dreschgenossenschaft. Beide stellten ihre Gebäude dem Verein zur Verfügung, sodass nun genügend Platz für die Feste vorhanden waren. Es mussten nur noch die sanitären Anlagen für jedes Fest neu errichtet und wieder abgebaut werden.
1960 erwarb der Schützenverein den oberen Hallenteil von der Dreschgenossenschaft Stormbruch zum Preis von 1.000,00 DM. Noch vor dem Schützenfest 1961 konnte nun eine feste Toilettenanlage in der Halle installiert werden. 1962 wollte die Raiffeisenkasse ein eigenes Warenlager mit Büroräumen bauen, und durch ein Grundstückstauschgeschäft bekam die Gemeinde Stormbruch den unteren Hallenteil überschrieben. Diese wiederum verkaufte 1966 auch diesen Hallenteil für  DM 1.200,00 DM an den Schützenverein.
Nun war es ein Anliegen des Schützenvereins, diese nach für nach zu renovieren, modernisieren und massiv zu machen. Die Schützenbrüder stellten sich hierfür uneigennützig zur Verfügung.
Im Jahr 1969 wurde ein alter Brauch (nämlich der Schnadezug) wieder zu neuem Leben erweckt. Es wurde beschlossen, in drei Abschnitten die Stormbrucher Gemarkungsgrenzen abzugehen. Der alte Brauch hatte vor Einführung des Katasters im Jahr 1850/1851 noch eine rechtliche Bedeutung. Es galt, die damaligen Hüte- und Gemarkungsgrenzen  abzugehen und sie mit den Nachbargemeinden (Ottlar, Giebringhausen, Heringhausen, Bontkirchen und Rattlar) zu bestätigen, damit es zu keinen Grenzstreitigkeiten kam. Auf den Grenzsteinen werden nach altem Brauch Zeugen und Grenzeigentümer gestutzt. Sie erhalten dann als Erinnerung einen Stutzbrief und meistens eine Schnademünze.
Am 1. Dez. 1971 erwarb der Schützenverein zum symbolischen Gesamtpreis von 1,00 DM das 1.619 qm große Grundstück mit der Auflage, die Schützenhalle allen örtlichen Vereinen und der Gemeinde kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Nach für nach wurde nun die Halle massiv gemacht, Aussenputz aufgebracht und eine Küche mit Sitzgelegenheiten zum Essen eingebaut. Dieses war aber nur möglich, weil die damals noch selbständige Gemeinde Stormbruch einen großen Teil der Materialkosten übernahm.
1981 beschloß die Generalversammlung, einen zusätzlichen Anbau an die Schützenhalle anzubauen, um beim 100 jährig. Jubiläum über eine zeitgemäße und moderne Toilettenanlage zu verfügen. Diese Umbaumaßnahme war nur möglich, weil jeder Schützenbruder freiwillig eine Umlage von 100,00 DM bezahlte.
1994 planten wir wieder eine größere Baumaßnahme. Das Hallendach wurde komplett erneuert. Das Flachdach über den neuen Toiletten bekam ein Spitzdach. Für diese kompl. Baumaßnahme wurden wieder ca. 850 Std. Eigenleistung von den Schützenbrüdern erbracht.
Die wohl wichtigste Entscheidung aber wurde wohl gefaßt, als die Gemeinde Diemelsee die damals leerstehenden Gebäude und das Grundstück der ehemaligen Gaststätte “Diemelpforte” kaufte. Die Gebäude wurden durch Brandversuche abgebrannt und dem Erdboden gleich gemacht. Hier entstand nun ein gemeinsames Projekt DGH-Schützenhalle.
Die Schützenbrüder waren wieder gefragt und fingen im Sommer 1997 mit dem Umbau an der Schützenhalle an: Fundamente wurden neu gegossen, die Wasser- und Elektroinstallationen wurden teilweise erneuert, eine Musikbühne wurde angebaut, der Eingang wurde verlegt, eine Schießbahn wurde in Küche und Essraum eingebaut, eine neue Theke wurde errichtet, der komplette Fußboden und der Tanzboden wurden erneuert.
Ausserdem wurden viele Maler- und Schreinerarbeiten erledigt. Es wurden im ganzen ca. 8000 Std. Eigenleistung erbracht und 132.000,00 DM Material- Kosten aufgewendet. Diese Maßnahme war nur möglich, weil die Stormbrucher Vereine 12.000,00 DM beisteuerten, der Landessportbund eine größere Summe spendete, die Gemeinde Diemelsee 10% der Materialkosten übernahm und der Schützenverein einen Vertrag mit dem Bierverleger Brüne aus Willingen und der Brauerei Westheim abschloß. Weiterhin erhielten wir viele freiwillige Spenden von Schützenbrüdern und Stormbrucher Bürgern. Die Baumaßnahme war zum Schützenfest 1999 abgeschlossen.
Wir verfügen nunmehr über eine moderne Schützenhalle mit Heizung, die auch komplett mit dem DGH genutzt werden kann. Des weiteren wäre noch zu erwähnen, dass wir seit dem 14. Februar 1981 über eine eigene Sportschützenabteilung verfügen, welche Schießbahnen in der Schützenhalle und im Keller des Sportvereins Diemelsee unterhält.
Zum Abschluß möchte ich noch erwähnen, dass wir schon viele Schnadezüge, Schützenbälle, Schützenfeste und Jubiläums-Schützenfeste gefeiert haben. Die herausragenste Veranstaltung war aber wohl das 100 jähr.- Jubiläum im Jahr 1983.
Beim Ablauf der Schützenfeste ist die gesamte Dorfgemeinschaft mit einbezogen: bei den Vorbereitungen, beim Aufstellen der Ehrenpforten und bei der Ausschmückung unseres Dorfes.
Wir leben auch in der Hoffnung, dass dieses auch in Zukunft so bleiben wird.
Freundschaften pflegen wir mit allen Diemelseer Schützenvereinen, dem Schützenverein Willingen, der Schützengilde Korbach und seit 1979 mit der Bürgerkompanie Ratingen.
gez. 1. Vorsitzender Schützenverein 1883 e.V. Stormbruch
Klaus Dieter Becker